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Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Heimkehrer, Interview, Erfahrungen, Beruf, Arbeitsstelle

Experteninterview

Die Wirtschaftsförderung des Landratsamtes sprach mit Bettina Kusche, Regionaldirektorin Sächsische Schweiz-Osterzgebirge der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, verantwortlich für das Firmengeschäft.

 

Der demographische Wandel und Fachkräftemangel ist in aller Munde. Inwieweit steht dieses Thema bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, als größter Finanzdienstleister der Region, auf der Tagesordnung?

 

Fachkräfte sind für jedes Unternehmen wichtig, deshalb beschäftigen wir uns schon länger mit diesem Thema. Für die Sparkasse ist die Arbeitgeberattraktivität ein besonderes Merkmal, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Wir setzen zum einen bei der Ausbildung an, um frühzeitig die Weichen zu stellen: Eine hohe Qualität der Ausbildung, entsprechende Vergütung und die Perspektive, den Beruf auch in der Heimat ausüben zu können. Zum anderen gilt es natürlich, Fachkräfte zu binden. Auch hier sind wir aktiv – Familienfreundlichkeit wie auch attraktive Entwicklungs- und Karrierechancen sind heutzutage für Arbeitnehmer zunehmend wichtig. Aktuell gelingt es uns gut, Spezialisten-Positionen aus den eigenen Reihen zu besetzen oder auch entsprechende Fachkräfte erfolgreich am Arbeitsmarkt zu rekrutieren.

 

Gibt es bei Ihnen Rückkehrer im Unternehmen? Welche Erfahrungen macht man als Arbeitgeber dabei? Haben Rückkehrer besondere Ansprüche, um diesen Schritt zu gehen?

 

Immer wieder gelingt es uns, Menschen mit sächsischen Wurzeln – vor allem aus den alten Bundesländern – für unser Haus zu gewinnen. Hierbei haben wir in den letzten Jahren gute Erfahrungen gemacht.

 

Die Verbundenheit zur „alten“ Heimat oder familiäre Gründe veranlassen diejenigen, die einst weggezogen sind, zu einer Rückkehr. Meist liegen mehrere Jahre dazwischen – und da hat sich in unserer Region inzwischen einiges getan. Der Großraum Dresden hat sich zu einer prosperierenden Region entwickelt, von der die Sächsische Schweiz profitiert. Das ist ein sehr wesentlicher Aspekt. Und natürlich schaut man als Rückkehrer auf die Rahmenbedingungen – nicht nur beim Arbeitgeber, ebenso zählt das persönliche Umfeld wie Infrastruktur, Bildungseinrichtungen oder Kita für die Kinder und Freizeitmöglichkeiten.

 

Was können aus Ihrer Sicht Fachkräfte von unserer Region erwarten?

 

Rückkehrer erwartet nicht nur eine intakte Wirtschaft, die Arbeitslosenquote im Landkreis lag jüngst unter acht Prozent. Wir haben hier Top-Arbeitgeber, und die Ostsächsische Sparkasse Dresden gehört definitiv dazu. Ebenso erwartet sie eine hohe Lebensqualität. Die Sächsische Schweiz ist eine der attraktivsten und reizvollsten Gegenden Deutschlands. Hinzu kommt, dass die Preise für Wohnungen und Immobilien im Gegensatz zum nahe gelegenen Dresden das Portmonee schonen.

Fachkräfte können zudem auf eine optimale Kinderbetreuung zurückgreifen. Die gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist auch für uns als Arbeitgeber ein Thema. Für ihre Familienfreundlichkeit wurde die Sparkasse bereits mehrfach ausgezeichnet. Wir unterstützen Mitarbeiter beispielsweise bei der Kinderbetreuung und ermöglichen Eltern flexible Arbeitszeitmodelle.

 

Welche Tipps können Sie den Heimkehrern von morgen mit auf den Weg geben?

 

Oft sind Rückkehrpläne am Anfang diffus. Wenn der Wunsch besteht, sollte man nicht auf die passende Stellenausschreibung warten, sondern sich einfach bei interessanten Unternehmen bewerben. Damit einhergeht, dass man sich über die Bedingungen vor Ort informiert, also: Arbeitsmarkt, Wohnraum, Infrastruktur. Genau hier hilft auch die Börse weiter. Sie dient gewissermaßen Kompass für die Orientierung und bietet unterschiedlichste Kontaktmöglichkeiten.

Wir als Sparkasse verstehen uns nicht nur als Ansprechpartner in Sachen Job, auch in punkto Immobilien kennen wir uns bestens aus. Und mit unserem Umzugsservice sorgen wir dafür, dass auch die finanziellen Dinge in der neuen „alten“ Heimat in guten Händen sind.

Eine Initiative des Landratsamtes.

Bei dem Vorhaben handelt es sich um ein vom Sächsischen Staatsministerium des Innern gefördertes Projekt nach der Richtlinie FR-Regio.